Archiv vom October 9th, 2008

Rentnerfeindlicher Schoowi

Vorhin hatte ich mal wieder 4 Kunden gleichzeitig zu beraten. Dabei versuch ich ja meist nach Geschwindigkeit des abfrühstückens vorzugehen und nicht in Reihenfolge des betretens. Sodass Paketshopkunden und “Auflader” zu 80% allen anderen vorgezogen werden weil die einfach in 1-2 Minuten wieder raus sind und nicht 30 Minuten auf den Kunden vor sich warten müssen.

Die meisten haben damit kein Problem und alles is schick. Heute wars eben auch wieder so dass ich zuerst der Kundin mit dem Paket, dann den 2 Aufladern und zum Schluss dem Kunden mit dem aufwändigsten Anliegen helfen wollte. Die Kundin war fix durch, bei den beiden Aufladern hingegen kamen noch zwischenfragen auf. Im speziellen einfach nur ob man für Handy $Asbachuralt noch einen Akku bekäme. Nebenbei kümmer ich mich am Book schonmal um das anliegen des 4. Kunden der eben reihentechnisch vorher drangewesen wäre. [Es betritt noch eine Kundin den Laden] Auf einmal pumpt der sich der “zurückgestellte Kunde” auf und wird Fuchsteufelswild. Was denen denn einfallen würde sich vorzudrängeln, er wäre vorher dagewesen und bla bla blubb. Dass ich die beiden vorgewunken hab schien er gar nich zur Kenntnis genommen zu haben. Ich mischte mich da nich weiter ein und ließ ihn brüllen. Sie 2 Auflader, ältere Herrenm waren eh mit Informationen gesättigt und verließen leicht geknickt den Shop. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen gings erstmal richtig los. „Was fällt denen eigentlich ein?? Immer diese Rentner! Bilden sich ein sich überall vordrängeln zu können! Elendige Rentner! Die haben doch Zeit wie sonstwas, müssen die sich vorschieben wo unsereins schon keine Zeit hat weil man arbeiten muss?!”

[…]

Der knüller is ja: Die werte Dame (in seinem alter, so um zwischen 30 & 40) die zwischendurch hineinspazierte ließ er ohne ein widerwort vor. !?!

Släsch

Ab und an möchten Kunden sich über Produkt XY zuhaus im web ein Bild machen und fragen nach nem Link. Freundlich wie man ist diktiert man den und ist sich schonmal unsicher ob mans deutsch oder english aussprechen soll. T-Mobile ist son gutes Beispiel. Entweder sag ich halt timobeil de (in dem falle halt english und ohne Bindestrich und Punkt-Erwähnung) oder T Minus Mobile Punkt de. Das kriegen ja eigentlich alle auf anhieb hin oder schmunzeln halt wenn mans deutsch ausspricht.. Aber meist kommt ja nach dem .de noch ein / [Slash]. Ich sprech dann also “T Minus Mobile Punkt de Slash also Schrägstich xyz”. Und was kommt raus? t-mobile.de/slashxyz. Kann man ja noch missverständnismäßig verstehn, ich finds nur komisch dass dieser Fehler echt häufig gemacht wird und auch komischer weise alle “slash” korrekt schreiben (verwundert mich weil das meist Leute sind die in ihrer Schulzeit kein english hatten), aber kaum einer weiß dass man den Schrägstrich so nennt.

Pressedruck & Druckerpresse

Auch hier wieder ein wohl etwas längeres Feedback zu einem Kommentar:

Manche Menschen sagen alles mögliche, um ihren Willen zu bekommen. Alternativ zur Drohung mit dem Anwalt wird gern auch mal gedroht, die “Wahrheit” über die Firma/den Service/das Produkt im Internet zu verbreiten. Muss man wohl mit leben.

Ich hatte in der Tat schonmal so einen Fall. Allerdings mit LokalPresse anstatt WorldWideWeb. Internetbla würd aufm Lande nicht wirklich große Beachtung oder Schaden für uns nach sich ziehen.

Das ganze hat sich schon vor einigen Jahren zugetragen, passt aber grad ganz gut.
Ein Kunde hat bei uns einen o2 Vertrag mit MinutenPaket abgeschlossen – Kunde bezahlt Summe X und bekommt Minutenanzahl Y günstiger als wenn er nur ne Grundgebühr bezahlt und jede Minute einzeln abgerechnet bekommt. Das war damals die günstigste Tarifklasse die wir von allen 4 Netzen her anbieten konnten (und in unserer Gegend her auch vom Empfang her vernünftig lief). Dazu is zu sagen, dass o2 ein National-Roaming mit T-Mobile am laufen hat (o2 zahlt eine unbekannt hohe Summe an den Magenta-Riesen um deren Netz mitbenutzen zu dürfen – so wie mans ausm Ausland kennt). Wir hatten hier zu dieser Zeit keinen o2-eigenen Turm stehen, somit hatten die Kunden eben “T-Mobile | o2-de” im Display stehen. Stört keinen weiter, betrifft den Tarif nicht weiter und belastet auch die Brieftasche des Kunden nicht mehr als wenn er im Bereich eines eigenen o2-Turms telefonieren würde. Blöderweise hab ich ihm auch was von “Genion” erzählt. Um diesen Tarif bei sich daheim nutzen zu können brauch man aber eben nen o2Turm.. Hatten wir aber eben nicht. Da o2 nebenbei mal, völlig unverbindlich, erwähnt hatte dass in den kommenden 4 Monaten hier ein Turm gebaut werden könnte, gab ich das auch genauso im konjunktiv als Info an den Kunden weiter. Also es KANN, muss aber nicht so sein. Nunja.. es kam wie’s kommen musste, der Kunde nahm’s für bare Münze. Doch dazu später mehr. 2 Wochen nachdem abschluss des Vertrags funktionierte sein Handy nicht mehr Richtung und kaum Empfang bei ihm daheim und bla. In einer Fachzeitschrift hat er dann ein supertolles anderes gesehn und will lieber das und keine Reparation und hier und da. Wir ließen uns auf Kulanz einfach mal erweichen und er bekam seinen Willen (natürlich nur weil ein anderer Kunde total scharf auf das erste Gerät war und jenes zu dem Zeitpunkt überall vergriffen war).
4 Monate später sahen wir ihn wieder. Pünktlich zum umstellen seines Vertrages. Schließlich haben wir ihm ja die Homezone zugesichert! Jegliche versuche ihn daran zu erinnern dass das keine Zusage sondern ein -eventuell- war scheiterten. Der Kundenwunsch konnte also einfach nicht erfüllt werden, da leider alle unsere o2Türme ausm Lager schon restlos ausverkauft waren und wir keinen Liefertermin für neue hatten.. 🙁 ( xD ) da die technischen Voraussetzungen einfach nicht gegeben waren.
Das trieb den netten Herrn dann dazu eine 7 Seitige beschwerde an die Presse zu schicken. Blöde Schade nur wenn die Zuständige Person für solche angelegenheiten geschäftlich und privat mit uns zu tun hat, wa? *hrhr* Ich bekam also vorab eine Kopie des ganzen gefaxt und war schon leicht ungehalten.. Er hatte echt alles aufgefahren was ihm einfiel um unseren Laden vor den Lesern bloßzustellen. Ist ja theoretisch sein gutes Recht seine Meinung zu äußern. Aber wenn er dann zum einen Tatsachen verdreht, seine Fehler zu unseren macht, vom Kulanztausch nix erwähnt und zwischendrin auch noch erwähnt dass er mit geballter Faust kurz davor war unseren Laden auseinanderzunehmen, dann find ich es doch wahrlich sehr fair von mir dass ich dem Kunden zuliebe einer Veröffentlichung nicht zugestimmt habe.

Besagter Kunde hat in der Zwischenzeit noch 2 Verträge bei uns abgeschlossen und kommt auch sonst immer wieder mal wegen dies und jenem vorbei. Wir bedienen ihn auch weiterhin wie einen normalen Kunden und haben das Thema Rufmord auch nie angesprochen, er weiß also bis heute nicht dass wir seinen Text gelesen und auch noch als Kopie rumliegen haben.. Aber manchmal platzt mir schon fast der Kragen und man will ihn verklagen.. Aber man ist ja nett und so.. 😉

Nette Softwaremacke I

Neue Serie rund um die kleinen oder großen Softwaremacken der hochmodernen multimedialen Kommunikationsdecives! ^^

Fall No1

Täter: Neonode N2
Opfer: Ladenblog.com Shop
Beschreibung: Jedes mal wenn uns ein großer Distributer aus der Warteschleife geholt hat, startete sich das Handy neu.
Lösung des Problems: Befindet sich in der Reparatur, Software Update vor Ort half leider nicht.

Schon sehr nervig wenn man in Gedanken in der Schleife hängt und sich wundert warum keiner was sagt.. Dann aufs Display schaut und sieht dass einen der Startbildschirm begrüßt…