Archiv von July, 2009

Loppeltes Dottchen

Ein etwas älterer Kunde wollte eben von mir für einen neueren MDA ein Kabel.
„Datenkabel oder Ladekabel?”
„Fürs Auto. USB!”
„Fürs Auto USB? *ungläubig guck* Haben Sie da n USB-Port drin?”
*guckt mich total entrüstet an* „NATÜRLICH!”

[...]

„Aber eigentlich isses mir egal, ich nehm was günstiger ist.”
„Dafür haben wir leider nix auf Lager, ich schau mal was lieferbar ist. Hmm… KFZ-Kabel sind leider nicht da, aber Sie könnten ja n zweites Handy kaufen, das wär da!”
*Knochentrocken* „Joa, stimmt eigentlich! Wär ja urst praktisch, muss ichs nich immer mitschleppen! Eins daheim, eins im Auto! :D

^^

(Keine Ahnung mehr warum ich die Überschrift so gewählt hab, aber die bleibt jetz einfach.)

Blaschwerde

Kunde betritt den Laden, Retourepaket in der Hand. Ich wollts grad scannen, da fällt mir auf dasses überhaupt nicht “verschlossen” ist. Keine Kunststoffbänder, kein Klebeband, kein gar nichts.
Ich mache ihn darauf aufmerksam und dass wir das so leider nicht annehmen können. Daraufhin zieht der ne totale Fresse und grummelt rum warum nich und was da so schlimm wär etc. Ja wenns nich so schlimm is, hätte ers ja auch selbst verkleben können! ^^
Keine 3 Minuten später war er wieder mit verklebtem Paket da. Er wohnt grad mal 50m neben dem Laden.
-.-

(Warum wir sowas nicht machen: Zum einen kostets Zeit, zum anderen verdient Cheffe wohl an so nem Paket grad mal so”viel” dasses mit dem verwenden von Klebeband schon wieder gleich Null wär.)

iBatteries

Kleena Knirps „Hallo, kriesch ich hier Batterien fürn Appl un n Ei?”
Ich: „Nee, leider nich.” Daraufhin wendet er sich der Tür zu und geht. Draußen wartete sein Kumpel mit nem Apfel in der linken und nem Ei in der rechten Hand…

wtf?!

10 Minuten später klärte sich das dann auf, Ferienlageraktion. Tausche Apfel oder Ei gegen irgendwas anderes. Hätte er aber auch sagen können. Tja. So ginga leer aus.

Kleintierhaltung

Ich hab eben nem Kunden ein Handy mit nem Trackball gezeigt.

Kunde: „Och, sieht ja aus wie so ne Ratte!”
Ich: „Wie ne Ratte?”
K: „Na son kleiner Nager!”
I: „NAGER?!”
K: „Na hier, sowas da! *auf meine Arbeitsplatzperipherie zeigt*”
I: „Ach ne Mauuuus! Sagen se das doch!”

Ich weiß ja nich wie geläufig der Spitzname “Ratte” IT’lern ist, aber mir war der völlig ungeläufig!

Akkuproblemschn.

Eben war n Kunde hier der n Akku für sein altes Nokia 6210 (8 Jahre alt!) haben wollte.
Preis is ihm egal, neues Gerät will er nicht. Einfach nur n neuen Akku.
Ich reiche ihm nen Akku, er hält sie nebeneinander und sagt: „Wa? Der is ja noch dünner! Nee!”

Und ging.

[...]

wft?
Sicher, es gab damals mindestens 3 verschieden dicke Akkus. Normal, besser und power. Letzterer war doppelt so dick und schon allein deswegen haben wir ihn nich auf Lager. Aber direkt zu verschwinden ohne mich zu Wort kommen zu lassen, um ihm zu sagen, dass ich ihm auch den passenden bestellen könnt… Aber nee!
*hmmpf*

Spielsucht

Hallöchen liebe Leser,

ich bin der j0sh und werde heute mal eine Geschichte aus meinem Alltag zum Besten geben. Ich bin (wie man sich ja denken kann) auch in einem Telekommunikationsfachgeschäft als Verkäufer angestellt und dachte mir was der olle Ladenblogger kann, kann ich schon lange ^^. Naja, eigentlich hab ich ihm die Story nur erzählt und er wollte das gleich in einen Gastbeitrag umwandeln. (Dahinter steckt natürlich wieder nur seine unglaubliche Gier nach Besucherzahlen und Kommentaren. *tss*)

Achso, was ich eigentlich erzählen wollte: Vor einiger Zeit kam ein älterer Herr (ich nenn ihn jetzt mal Herr Müller) zu mir und bat mich um meine Hilfe, er bräuchte doch mal ein neues Handy da seins schon so alt ist. Nach ein wenig Beratung kamen wir auf ein Nokia xxxx (ich weiß beim besten Willen nicht mehr, was das für ein Model war). Der ältere Herr hätte es gern zum Vollpreis erstanden, da er nur eine PrePaid Karte besaß. Der Preis des Models belief sich auf ~200€ und Herr Müller bat mich, das Gerät für ihn zu reservieren. Soviel Bargeld habe er nicht dabei und er müsse dieses erst von zu Hause holen. Beim Hinausgehen fragte er noch, ob er denn auch mit ein wenig Kleingeld bezahlen kann. Ich hab mir natürlich nichts böses dabei gedacht und fröhlich bejaht. Später am Tag kam Herr Müller tatsächlich wieder (das ist ja im Verkaufswesen nicht immer der Fall ^^) und wollte das reservierte Handy abholen. Er hatte einen kleinen Beutel in der Hand, den er klimpernd auf dem Tresen ablegte. Ich hatte dem Beutel keine weitere Beachtung geschenkt, Kunden legen ja gerne mal ihre Sachen auf dem Tresen ab. Auch die letzte Frage nach dem Kleingeld, hatte ich schon aus meinem Kopf verdrängt. “So Herr Müller, das macht dann 209,95€.” und Herr Müller fing an, den kleinen Beutel aufzuknöpfen (der war zugeknotet).  Erst jetzt warf ich einen Blick auf den Beutel und musste mit Entsetzen feststellen, dass der Inhalt nur aus 2€ Stücken bestand. Herr Müller hatte ernsthaft 220€ in 2€ Stücken dabei und wollte damit das Handy bezahlen. Natürlich hätte ich ihn damit einfach nach Hause bzw. zur nächsten Bank schicken können, aber nun ist er ja extra nochmal nach Hause gelaufen und so “gemein” wollte ich ja auch nicht sein… man ist einfach zu nett für diese Welt ^^. Außerdem hat mich natürlich interessiert wie er zu dieser Menge an 2€ Stücken gekommen ist und er meinte, zu Hause hat er nur 1€ und 2€ Stücke sowie noch jede Menge 5DM Stücke. Hintergrund der Sache ist Herrn Müllers Spielsucht. Vor ca. 10/11  Jahren hat sich Herr Müller damit fast vollständig in den Ruin getrieben, bis Frau Müller auf die rettende Idee kam und einfach einen Spielautomaten (diese Dinger aus den verrauchten Kneipen, mit Dudelmusik und so) für zu Hause zu kaufen. Das war damals noch ein Automat der DM angenommen hat und nach der Währungsreform kam noch ein neuer für den Euro dazu. Er erzählte mir noch, dass sich seine Spielsucht über die Jahre verbessert hat, früher ging er noch jeden Abend in die Kneipe zum spielen, heute setzt er sich jedoch nur noch 1-2 mal die Woche vor die Maschiene. “Wenn man »unendliche« finanzielle Mittel zur Verfügung hat, macht es nicht mehr soviel Spaß.” hat mir Herr Müller noch zum Abschied gesagt.

Da beim abendlichen Kassensturz kein Hartgeld abgeschöpft werden darf, musste ich natürlich noch vor Ladenschluss zur Bank und das Geld in Scheinchen tauschen *hrmpf*.

Stromschnorrselbstverständlichkeit

Kunde: „Hallo, kann ich bei Ihnen mal mein Handy aufladen? Ich bin im Urlaub hier und hab mein Ladegerät vergessen.”
Ich: „Nein, tut mir Leid, wir haben leider kein passendes Kabel rumliegen und an die verpackten darf ich nicht dran.”
K: „Wa? Dit is doch n Nokiashop und Sie ham keen Ladegerät da?”
I:„Ja Shop! Von shoppen. Kaufen. NokiaShop! Nich NokiaFussgängerzone. Wie Strom schnorren! Nein, leider nicht.”
K: „Pfffah!”

Zusch und weg war er.
Gut, dass wir n NokiaShop betreiben war mir zwar auch neu, aber gut, lass ihn reden. Und natürlich hatten wir ein passendes Kabel da. Aber der Ton macht eben die Musik. ;)